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Die
Emmelinenhütte
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Quelle: 125
Jahre Trautheim, Helmut Rückert, 1996

Das
Forsthaus Emmelinenhütte, Papiermüllerweg 1, Sitz der
gleichnamigen Revierförsterei.
Nicht dieses 1905
errichtete, eher schmucklose Gebäude erinnert an die
Geschichte der Emmelinenhütte, als vielmehr der auf das
Haus übertragene Name ihrer Vorgängerin.
Schon
seit 1789 ist auf den Karten dort, wo der Papiermüllerweg
in den Nieder-Ramstädter Weg einmündet, eine
Holzmacherhütte eingezeichnet, seit 1808 sind es sogar zwei
Gebäude.
Üblicherweise
betrieben die Holzmacher im spärlichen Nebenerwerb
Schankwirtschaften, die nicht immer im besten Rufe standen.
Spätestens seit 1814 hob sich die Emmelinenhütte davon
ab, denn hier trafen sich drei Fürstinnen, Schwestern,
Enkelinnen der „Großen Landgräfin“
Caroline – darunter Kaiserin Elisabeth Alexiewna, die
Gemahlin des russischen Zaren Alexander I.
Die spätere
Großherzogin Wilhelmine ließ die Holzmacherhütte
zu einem bescheidenen Heim für eine verarmte
Holzmacherfamilie ausbauen. Sie wurde bald zu einem beliebten
Ausflugsziel.
„Der schöne Platz mit Tisch und
Bänken versammelt häufig Spaziergänger vor dem
kleinen Haus“ (Adolf Mitzenius, „Darmstadt, seine
Wälder und Höhen, Bergstraße und Vorderer
Odenwald“, 1871).
Den Pavillon bei der
Emmelinenhütte gibt es seit Menschengedenken nicht
mehr.
Den Namen Emmelinenhütte für das
Forsthaus gibt es frühestens seit 1811, nämlich nach
dem Mädchen Emmeline aus der seinerzeit populären Oper
„Die Schweizer Familie“
Das Landesamt für
Denkmalpflege begründet die Unterschutzstellung des Hauses
als Kulturdenkmal am 7.9.2004 wie folgt:
Das 1905
versetzt errichtete Forstwarthaus „Emmelinenhütte“
wird zum Nachfolgebau, der Vorgängerbau zu Scheune, 1974
abgebrochen. Der von der Großherzoglichen Baubehörde
Darmstadt erstellte Neubau wird nach Funktion und Waldumgebung
in einfach konstrastierenden Formen ausgeführt. Ein Putzbau
über Melaphyrbruchsteinsockel in wildem Verband, dabei die
Gesimse aus rotem Odenwäldeere Sandstein, die Fenstrprofile
sowie Läden unde Dachrinnen mit lebhaftem Ölfarbenanstrich
gegen die glattgeriebenen Naturputzflächen abgesetzt. Als
Rahmung der heute beeinträchtigend erneuerten Fenster
jeweils nur Sohlbank und Fenstersturz ausgebildet. Über dem
Hauseingang der Südseite ein kleines Pult-Vordach mit
geschnitzten Kopfbögen. An der Ostfassade seht ein
Hirschgeweih für die Bestimmung des mit einem
Mansardenhalbwalmdacfh abgeschlossenen Gebäudes.
Die
Einfriedigung wurde abgestimmt straßenseitig mit einem
Holzzaun auf Bruchsteinsocken zwischen gerundeten
Sandsteinpfeilern ausgeführt.
Kulturdenkmal aus
geschichtlichen Gründen im Zusammenhang seiner überkommenen
Naturdenkmäler, des zu Bäumen gewachsenen
Eibengebüschs mit der Erinnerung an den 1959 beseitigten
Altar sowie einer von ehemals zhwei alten Eichen am Ausgang des
historischen Fahrwegs durch den Wald.“
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