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Frankenstein Freizeit Gemeinschaft Geografie Geschichte Mühlen Sehenswert |
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Freizeit/Erholung > Wandern |
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Der Bernhard-Kraft-Weg |
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Selbst für Kenner der heimischen Fluren und Wälder ist es nicht ganz einfach, Fuß-, Spazier- oder Wanderwege zwischen den Mühltal-Ortschaften zu beschreiben, wenn der Marsch entlang von Landstraßen vermieden werden soll. Seit Herbst 2001 besteht ein Angebot für Wanderer und Spaziergänger oder konditionsstarke Radfahrer entlang eines mehrfach verzweigten „Wege-Baumes“, wie die Gemeindeverwaltung zur Eröffnung damals formulierte. |
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Den „Wege-Baumstamm“ bildet der Bernhard-Kraft-Weg, benannt nach dem bekannten Frankenhäuser Heimatdichter, der diese Strecke häufig beschritten haben dürfte, zudem auch heute noch Verwandte und Nachkommen in den Mühltal-Ortschaften entlang des Weges leben. |
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Frankenhausen im Süden und Traisa im Norden des Mühltals können von hier etwa in zweieinhalb Stunden abseits von Asphalt und Kraftfahrzeugverkehr erwandert werden. Dabei war das so einfach: Südwestlich der Waschenbacher Gewann Klosserodt hat die Gemeinde einen Waldrandweg wiederbelebt, sehr steil zwar, aber recht kurz, der die Lücke schließt zwischen den gepflegten und bequemen Waldwegen in den Gemarkungen Waschenbach und Nieder-Ramstadt talseits sowie Frankenhausen und Nieder-Beerbach bergseits. |
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An der Streittanne in Frankenhausen, am Gustav-Krämer-Weg nach Nieder-Beerbach mit dem Wegweiser nach Nieder-Ramstadt, geht's los den Waldrand entlang. Der Wald gehört trotz der Nähe schon zu Nieder-Beerbach, obwohl das Dorf Frankenhausen scheinbar zum Greifen nah liegt. Hier ist die letzte freie Sicht vor dem Wald in die Ferne nach Norden bis zu den Häusern von Nieder-Ramstadt und Traisa. Nach dem Eintritt in den Wald liegen die Billersteine auf der rechten Seite – eine hohe Felswand im Kastenwald, leider schwer einzusehen und schwer zugänglich. |
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Linker Hand zeigen sich alsbald die Abraumhalden des Nieder-Beerbacher Steinbruchs, den man dann auf der höchsten Strecke des Weges (rd. 305 m NN) teilweise einsehen kann. Vor allem hat man hier eine feine Sicht über das enge Beerbachtalmit Nieder-Beerbach mit der Burg Frankenstein als Krönung der gegenüberliegenden Talseite. |
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Zuvor schon läßt es sich links nach Nieder-Beerbach abzweigen, dann rechts weiter die erwähnte Steilstrecke hinab. Beim Verlassen des Waldes entdeckt der aufmerksame Wanderer neben der Ruhebank einen dreikantigen Grenzstein: Der Dreimärker, auf dem die Grenzen von Waschenbach, Nieder-Beerbach und Nieder-Ramstadt zusammentreffen. |
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Das Klosserodt ist landschaftlich hübsch wie eine sehr große Lichtung zwischen Kastenwald , Alteich und Gickelsberg, auf der anderen Seite das Waschenbachtal und der Aussicht talabwärts zum Mühlberg. Das Dorf liegt versteckt im Talgrund und ist über einen Abzweig nach rechts schnell erreichbar (Wanderzeichen weißer Punkt). |
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Zuvor zeigt ein Wegweiser nach links in die Mordach, die aber Ortsunkundige nur finden, wenn sie den Wandermarkierungen („Mt 1“ oder weißer Punkt) folgen. Dieser romantische Abstieg führt in den Weiler und das Mordachtal durch teilweise tief eingegrabene Schluchten mit gurgelnden Wässerchen und einer reichen Flora in einer Urwüchsigkeit, wie sie Wanderer immer wieder überrascht. |
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Auf dem Bernhard-Kraft-Weg erreicht der Wanderer schließlich bequem unter Kirsch- und Gickelsberg einen zweifachen Abzweig nach rechts: Noch einmal steil hinunter nach Waschenbach und eher geradeaus über den Klosberg nach Nieder-Ramstadt. Letztere Variante lohnt nach Verlassen des Waldes am Wacholderberg die aussichtsreiche Höhe mit Blick weit nach Rheinhessen im Westen und die die bewaldeten Odenwalderhebungen im Norden und Osten. |
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Wenn der Wald jahreszeitlich ein wenig lichter ist, ist auf dem Weg abwärts da und dort der Frankenstein linker Hand zu sehen, rechts in einer kleinen Senke die frühere Jagdhütte, die heute dem Jugendrotkreuz gehört. Am Waldrand, und zwar an der Schutzhütte des Odenwaldklubs, der „Peter-Jährlings-Ruhe“, mündet der Bernhard-Kraft-Weg in die „Viehtrift“, so genannt, weil die Nieder-Ramstädter Bauern über diesen Weg einst ihr Vieh in den Gemeindewald der Steige, des Gickelsberges, des Boschels und des Kuhtränkrechs getrieben haben, um es dort vor allem in Herbst und Winter zu weiden. Heute weisen manche Karten die Viehtrift als „Ortsverbindungsweg“ (zwischen Nieder-Ramstadt, der Mordach und Nieder-Beerbach) aus, obwohl er für Kraftfahrzeuge gesperrt ist. |
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Die Viehtrift mündet „Am Alten Graben“, wo Naturpark und Gemeinde eine große Grillhütte geschaffen haben, in die Nieder-Beerbacher Straße in der Ortslage Nieder-Ramstadt. |
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