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Die örtlichen Gemeinschaften > Heimat- und Mundartdichtung |
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Hans Herter, genannt „Mickedormel“ |
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Hans Herter, genannt Mickedormel war wohl ein Darmstädter Original, kein Mühltaler, gebürtig in Bad Kreuznach, aber nach der Zerstörung seiner Heimatstadt durch amerikanische und britische Bomben 1944 nach Nieder-Ramstadt verschlagen worden. |
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Er wohnte mit seiner Familie bis Ende der fünfziger Jahr in der Schloßgartenstraße in Nieder-Ramstadt und betrieb in der Bahnhofstraße ein Haushaltswaren-Lädchen. Vielen sind seine Mundartgedichte bekannt, die donnerstags im Darmstädter Echo auf der lokalen Seite erschienen sind. |
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Hans Herter war ein guter Beobachter. Deshalb verfehlte das Leben „auf dem Land“ freilich seine Wirkung nicht auf die Themen seiner spitzfindigen, tiefschürfenden, immer witzigen und nie verletzenden Verse. |
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Eines seiner Themen soll hier wiedergegeben werden – nach „Zeitzeugen“ eine wahre Begebenheit. Sie zeigt, daß Herters Jahre „auf dem Land“ nicht ausgereicht haben, eine der Feinheiten des Landlebens zu erkennen: Er hat das Faseltier zum -ochsen gemacht, der ganz gewiß für die Dienste ungeeignet gewesen wäre, für die es Anspruch auf Alimentierung durch die Kommune hatte. |
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„Die Sach mit dem Ochs“ |
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Von Hans Herter, genannt Mickedormel |
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En
Faselochs vun 'rer Gemao, |
Es
dhut mer laad, wer kann defir, |
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De
Heiner nickt un macht sich dinn. |
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Nun
wor die Zeid, wo nix wor frei, |
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Do
kam de Faselwart emol |
Un
ruft de Leit noch zu beim Geh'n: |
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De Borjemasder awwer hott sei
Platt gekratzd und voller Spodd, |
Un
de Erfolg wor dodevo, |
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