|
|
||
|
.. |
Geografie |
Stand:
|
|
|
|
|
|
Die Landschaftsgestalt |
Text: |
|
|
|
||
|
„Das Dorf Frankenhausen, |
||
|
|
||
|
wohl einer der ältesten Orte unserer Odenwaldheimat, liegt auf der Wasserscheide zwischen dem Waschenbachtal und dem nach Südosten sich öffnenden Tal der Modau. Eingebettet zwischen dem Rücken des Breiten Steines und dem Massiv, das zum Felsberg führt, bildet es die Brücke auf der Hohen Straße zwischen "Stros" und "Striet". |
||
|
Die Hohe Straße, einst Hauptverkehrsstraße in vergangenen Jahrhunderten, ist heute noch Wanderweg für solche, die unsere Heimat in ihrer Schönheit und Mannigfaltigkeit erleben wollen. Von der Hainbuche hat man einen umfassenden Weitblick auf die Feste Otzberg, auf Lichtenberg, die Neunkircher Höhe, den Felsberg, den beherrschenden Malschen (Melibokus), den Frankenstein und bei guter Sicht sogar den Feldberg im Taunus. |
||
|
Weitere Wanderwege gehen an dem unter Naturschutz stehenden Billerstein vorbei durch den Kastenwald zur Mordach und zum Mühltal oder zur Bergstraße. Wanderpfade voller Naturschönheit nach Waschenbach über den Diebspfad, vom Hainbühl aus oder nach dem nahen Neutsch über den Hasenlauf mit dem Blick auf das Neutscher Ehrenmal, die Kapelle, auf den "Rämster", können als Nahziele genannt werden. |
||
|
Mit Fahrzeugen ist Frankenhausen zu erreichen auf guter Straße aus der Richtung Nieder-Ramstadt durch das Waschenbachtal und vom Südausgang von Nieder-Modau aus auf prächtiger Talstraße zwischen den bewaldeten Höhen von Himmelsberg, Hainbühl und Hirschberg." |
||
|
Frankenhausens damaliger Bürgermeister, Karl Götzinger, beschreibt 1955 umfassend und kompetent die geografische Lage seines Dorfes im "Familien- und Heimatbuch" von Dr. Wendel Mertz "Frankenhausen im Odenwald". Frankenhausens geografische Lage hat sich seitdem freilich nicht verändert. Was Karl Götzinger damals allerdings noch nicht wissen konnte, ist die Wegeverbindung nach Nieder-Beerbach, die vor allem der heimischen Bevölkerung in beiden Orten zugute kommt. Der damalige Landrat Gustav Krämer ließ sie wie auch zwischen mehreren anderen Odenwalddörfern in den 1960er Jahren herstellen. |
||
|
Durch Frankenhausen führen mehrere Fern- und Rundwanderwege des Naturparks Bergstraße-Odenwald. |
||
|
|
||
|
Die Mordach, |
||
|
|
||
|
im Volksmund und heute auch vielfach im amtlichen Schriftverkehr "In der Mordach", ist ein Seitental der Modau, das sich vom Kühlen Grund nach Südosten erstreckt, vom Bachlauf der Mordach durchflossen und von der Landesstraße ins Lautertal durchzogen wird. |
||
|
Mordach ist das sehr romantische Tal zwischen dem "Burgwald" (den Hängen unterhalb der Burg Frankenstein) im Südwesten, den Kohlbergen im Norden und dem Kastenwald im Osten. Hier stehen stattliche ehemalige Mühlengehöfte, wenige Wohnhäuser und zwei Therapieeinrichtungen für Suchtkranke. Südlich der Mordach, talaufwärts, öffnet sich das enge Tal weit und heißt Beerbachtal etwa ab einer Stelle auf halbem Wege zwischen Zehmühle und der Waldmühle auf dem Beerbach. |
||
|
Anteil an dem romantischen Tal der Mordach haben die Gemarkungen Nieder-Ramstadt, Eberstadt und Nieder-Beerbach. Der Bachlauf der Mordach bildet die Gemarkungsgrenze Nieder-Ramstadts zu Eberstadt und (talaufwärts) zu Nieder-Beerbach. Alle Baulichkeiten unterhalb der Waldmühle auf dem Beerbach gehören folglich zu Nieder-Ramstadt (und damit zur Gemeinde Mühltal). Lediglich die Hauptgebäude der Waldmühle auf der Mordach, der heutigen Rehaeinrichtung, sowie die Engelsmühle an der Mündung der Mordach, liegen links des Bachlaufes und damit „in" Eberstadt (und somit „in" Darmstadt, weil Eberstadt seit 1938 Teil Darmstadts ist).). |
||
|
Die Berge rundum sind bewaldet bis in die Tallage, durch saftige Wiesen fließen kleine Gewässer dem Flüßchen Mordach zu. Es mündet am Kühlen Grund in die Modau und betrieb einst 6 große Mühlenbetriebe, davon 2 auf Eberstädter Gebiet, 4 in der Gemarkung Nieder-Ramstadt. |
||
|
Das Mordachtal ist ein beliebtes Wandergebiet. Gegenüber der Frankenbergersmühle führen die Himmelsleiter im Direktaufstieg oder der Herrnweg kommod für den Familienspaziergang hinauf zur Burg Frankenstein. Durch die Mordach führen der Fernwanderweg Odenwald – Vogesen sowie markierte Wanderwege des Naturparks Bergstraße-Odenwald und der UNESCO-Geopark-Lehrpfad „Müllers Lust“ zu Mühltals Mühlen |
||
|
|
||