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Wandern
nach Müllers Lust: Die Mühlen
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Die
Dorfmühle („Frankensteiner Mühle“)
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Die
Autoren: Karl-Heinrich Schanz
Volker Teutschländer
unter Verwendung der
Angaben von
Peter Germann (Bensheim) und Heinz
Reitz (Reinheim)

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zum 4. Wanderabschnitt

Die
Geschichte vom Frankenstein (von Dr. Erich
Kraft):



Einfahrt
zur Dorfmühle am Aufstieg zur Viehtrift
Klick
ins obige Minibild ergibt größere Ansichten der
Aufnahmen auf dieser Seite

Ausfahrt
durch den Torbogen Klick
ins Bild ergibt größere
Ansicht (136 KB)

Eindrucksvoll
ist das Geviert des Mühlenhofes mit Wasserhaus, Remisen,
Ställen und dem überdachten Laderaum für die
Fuhrwerke erhalten. Klick ins Bild ergibt größere
Ansicht (172 KB)

Wie
in vielen anderen Mühlengehöften (und anderen
denkmalgeschützten Objekten) stellt sich das Problem des
enormen Unterhaltungsaufwandes. Klick ins Bild ergibt größere
Ansicht (157 KB)
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1484-1529 hat
Hans von Walbron Einkünfte von der Mühle des Konrad
von Frankenstein zu Lehen
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1549 wird
sie
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„Frankensteinische
Mühle“
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genannt.
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1629 heißt
es:
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"Mahlmühle,
gehört dem Junker Eustachio von und zu Frankenstein"
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Die
Mühle ist eine Frankensteiner Erbleihmühle.
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1630 heißt
es:
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„Daselbst
hat es eine Mahlmühle mit einem Gang, steht Frankenstein
zu"
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1662 geht
die Mühle bei der Zahlung des 2. Ziels der Kaufsumme für
die Burg Frankenstein an Hessen über.
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1761 gehört
sie Johann Adam Elwert.
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1787 wird
sie
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„Elwertsmühle"
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genannt.
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1813 ist
Georg Ludwig Fischer der Besitzer.
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1850 verzeichnet
das Geschäftsbuch des Dorfschmieds W. Geibel aus
Nieder-Ramstadt Arbeiten fur Müllermeister Georg Fischer.
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Denkmaltopografie
des Landkreises Darmstadt-Dieburg (1988):
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„An
das alte Mühlengebäude aus dem 18. Jh. wird im 19. Jh.
eine geschlossene U-förmige Hofanlage mit Scheunen- und
Stallgebäuden angebaut und durch einen rundbogig
geschlossenes Hoftor abgegrenzt (Stallungen 1826, Scheune 1824).
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Der
Denkmalwert der Anlage (= der Gesamtanlage der Hofreite)
begründet sich in mehrfacher Hinsicht: Zum einen ist sie
Dokument für die Orts- und Wirtschaftsgeschichte. Zum
anderen ist ein qualitätsvolles Fachwerkgefüge im
Obergeschoß des Müllerhauses zu vermuten, das
baukünstlerisch wertvoll ist. Zudem ist die Hofanlage des
19. Jh. bis ins Detail (z.B. Scheunentor und Fenster) original
erhalten und vermittelt einen geschossenen historischen Eindruck
eines Bauerngehöftes dieser Zeit, ist somit bau- und
sozialgeschichtlich wertvoll einzustufen.“
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1859 verewigt
sich Fischer im Torbogen-Schlußstein:
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„Fischer
1859"
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1863
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nennt
das Adreßbuch:
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„Georg
Ludwig Fischer II: Müller mit Handel. Geschäftsbetrieb
seit 28. Juli 1845"
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1900 ist
der Besitzer Konrad Roß I. Deshalb im Sprachgebrauch der
Einheimischen auch „Roßsche Mühle“.
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Die
Familie Roß bemüht sich nach Kräften, die
wertvolle Bausubstanz zu erhalten. Nur ein Teil davon wird für
die kleine Landwirtschaft genutzt. Für die Dorfmühle
gilt beispielhaft, was für andere gewesene und noch
bestehende Mühlengehöfte, ja für die meisten
denkmalgeschützten Gebäude gilt, daß nämlich
der Erhalt der wertvollen Baulichkeiten für private
Eigentümer kaum wirtschaftlich zu verkraften ist.
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