Wandern nach Müllers Lust: Die Mühlen

Stand: 02.01.2009






















Die Krämersmühle
(„Neurothsmühle“)

Die Autoren:
Karl-Heinrich Schanz

Volker Teutschländer
unter Verwendung der Angaben von
Peter Germann (Bensheim)
und
Heinz Reitz (Reinheim)


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Die typische Zufahrt zur Mühlenhofreite erinnert an die ursprüngliche Nutzung des Gebäudekomplexes.

Klick ins obige Bild ergibt größere Abbildung der Minibilder



Fertig zur Ausfahrt oder gestellt für den Fotografen? Links der Bäckerwagen, rechts der Mehlwagen mit Familienmitgliedern vor der Krämersmühle etwa 1927


1848

werden im Geschäftsbuch des Nieder-Ramstädter Dorfschmieds W. Geibel Arbeiten für Müllermeister Neuroth in Nieder-Beerbach aufgeführt. Offenbar ist die Mühle zu diesem Zeitpunkt im Bau. Nach dem Erbauer wird die Mühle auch heute noch Neurothsmühle genannt.

1859

lautet die Bauinschrift über dem Torbogen in einem Herzschild:


G: NR, 1859


d.h. Georg Neuroth, 1859.

1863

heißt es im Adreßbuch:


Georg Neuroth, Müller mit Handel. Geschäft besteht seit 28. Juli 1842"

1900

ist Johann Georg Krämer aus Frankenhausen der Besitzer. Nach seinem Familiennamen wird der Hof zumeist Krämersmühle bezeichnet, von Einheimischen weiterhin Neurothsmühle oder Neurothemühle. Krämer ist nach dem Konfirmationsurkunde, die dem heutigen Eigentümer der Mühlenhofreite, Franz Hausenblas, vorliegt, am 5.6.1865 in Frankenhausen geboren und 1879 in Nieder-Beerbach konfirmiert worden.

2006

Ein Blick in den Hof zeigt das nicht mehr vollständige Geviert eines fränkischen Mühlenhofes unserer Gegend, nachdem die nördlichen Wirtschaftsgebäude abgebrochen wurden. Das stattliche Anwesen dient inzwischen Wohnzwecken.







Eine Luftaufnahme aus den 1960er Jahren, als die Scheune auf der linken (nördlichen) Viereckseite des Gehöftes noch stand. Die vordere (westliche) Seite ist bereits umgebaut.

Ein Gemälde der Mühle, vermutlich noch aus ihrer „aktiven“ Zeit.






Der übliche Torbogen zum Innern des Mühlenhofes ist erhalten.

Im Schlußstein des Torbogens die Initialen von Georg Neuroth, der offenbar 1859 den Neubau der „Neurothsmühle“ vollendete.