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Wandern
nach Müllers Lust: Die Mühlen
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Stand:
16.07.2010
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Die
Papiermühle
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Die
Autoren: Karl-Heinrich Schanz
Volker Teutschländer
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Funktionsskizze
über Papierherstellung

Lumpensammeln,
ein Privileg, ausgestellt vom Landgrafen, zur Sicherung des
damals einzigen Rohstoffs zur
Papierherstellung.

Wasserzeichen
für das Großherzogliche
Stempelpapier

Funktionsskizze
eines „Holländers“



Die
Papiermühle vor dem großen Brand 1846 (oben) und
nach dem Wiederaufbau durch Baumeister Lange (mitte) und
in einer Aufnahme um die Jahrtausendwende c

Hübsch
ins Tal eingebettet werden aus dieser Sicht die weniger
attraktiven gewerblichen Einrichtungen verdeckt, aber auch die
vielbefahrende Bundesstraße.
Steinbruch
Wingertsberg:


Die
Illigsche Papierfabrik in der ehem. Papiermühle führt
in ihrem Firmenlogo eine Zeichnung des Dachreiters auf dem
Mühlenhaus, wie es nach dem großen Brand 1846
aufgebaut worden ist.

Grabstätte
des berühmtesten Sohnes der Papiermachersippe Illig,
Friedrich Moritz
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1690-1695
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Gründung
als herrschaftliche Papiermühle durch Landgraf Ernst Ludwig
(1678 – 1739).
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1695
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Als
erster Papiermachermeister erhält Valentin Schreyer aus
Schleusingen in Thüringen die Erbleihe.
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1697
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Seine
Witwe heiratet Tobias Beyer aus Nidda in Oberhessen. Er wird
verpflichtet, der Regierungskanzlei in Darmstadt das benötigte
„Concept- und Kanzleipapier“ zu liefern.
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1742
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Beyer
stirbt im Alter von 43 Jahren. Die Mühle geht in Konkurs.
Erben und Erbeserben kämpfen über Jahrzehnte um die
Begleichung ihrer Forderungen an die Stempelpapierkasse. 1794,
nach 50 Jahren, werden die letzten Rückstände getilgt.
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1743
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Johann
Heinrich Illig aus Unterschmitten im Taunus übernimmt die
Papiermühle. Die Erbleihe wird ihm für 200 fl
jährlichen Erbzins erteilt. Dafür muß er der
Herrschaft (dem Landgrafen) den Ballen Conceptpapier zu 10 fl
liefern, den Ballen Schreibpapier zu 16 fl 15 alb. Mit ihm
beginnt die lange Papiermachertradition mit weit über die
Region hinaus wirkender Bedeutung.
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(1
Ballen = 10 Rieß = 200 Bücher = 5000 Bogen)
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1745
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Illig
erhält das Lumpensammlerprivileg für das Amt Darmstadt
und den Vorderen Odenwald (Papier wird damals noch
ausschließlich aus Lumpen hergestellt.
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Illig
kauft für jeden seiner 4 Söhne eine Papiermühle.
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1778
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Die
Papiermühle wird durch einen Großbrand schwer
beschädigt. Die ein Jahr zuvor gegründete
Brandassekurations-Kommission Hessen – Vorläuferin
der Brandversicherungskammer – zahlt 98 fl Entschädigung.
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1813
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Enkel
Johann Christian Illig übernimmt die Papiermühle. Ihm
wird der Titel „Großherzoglich Hessischer
Commissionsrat“ verliehen. Im Flurbuch ist eingetragen:
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„Papierfabrikant
Christian Illig zu Erbleihe von gnädigster Herrschaft. Von
der Mühle werden jährlich 200 fl Erbzins der
Herrschaft entrichtet, da aber die Mühle nach dem Aufschlag
atestiert (nach Brand wieder aufgebaut) worden und also hierbei
auf alle darauf ruhende Kosten Rücksicht genommen ist, so
werden diese noch auch für die Erbleihqualität etwas
in Abzug gebracht.
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1827
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Im
Brandkataster wird das Anwesen beschrieben mit Haus und
Papierfabrik, Nebenbau mit Stall, Nebenbau ferner, Bad-, Wasch-
und Papierleimhaus, Schoppen mit Wagenremise, Wert: 16000 fl.
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Demnach
wird in der Papiermühle noch mit alter Technik gearbeitet:
Stampftrog zur Massebereitung, Handschöpfung, Pressung und
Trocknung.
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1835
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In
Wedekinds Vaterländischen Berichten heißt es
allerdings jetzt:
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„Papierfabriken
ersten Ranges besitzt das Großherzogtum nicht, auch in
keiner eine Maschine für Verfertigung des Papiers ohne
Ende, indessen ziemlich viel Papiermühlen . . . auch ist
die Mühle bei Nieder-Ramstadt mit neuerdings verbessertem
Werke zu nennen.“
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Das
bedeutet, daß Illig inzwischen statt des Stampftroges
einen sog. „Holländer“ zur Bereitung der
Papiermasse einsetzt, ein rotierendes Schneidwerk, das den
Lumpenbrei mit Messern homogenisiert.
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1840
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Wilhem
Justin Wagner berichtet in seiner „Geschichte und
Beschreibung von Darmstadt und Umgebung“, daß der
Schießstand und die Zapfwirtschaft auf der Papiermühle
ziemlich stark besucht werden. Illig versucht also, ein zweites
Gewerbe aufzubauen.
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1846
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Die
Papiermühle brennt vollständig ab. Wilhelm Wendel
Illig, der 1842 das Erbe angetreten hat und der als rasch
entschlossener und energischer Mann beschrieben wird, läßt
die Mühle als Papierfabrik sofort wieder aufbauen. Ein
Verwandter, der „griechische Baumeister“ Ludwig
Lange baut die Mühle wieder auf, die 1848 die Produktion
wieder aufnimmt.
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Ludwig
Lange, geb. 1808 in Darmstadt, gest. 1868 in München,
Bruder des Kupferstechers, Druckers und Verlegers Gustav Georg
Lange in Darmstadt. Letzterer war mit der Schwester des
Papierfabrikanten W. W. Illig, Sophie Elenore, verheiratet.
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Ludwig
Lange, Schüler Georg Mollers, ist Architekt, Zeichner,
Maler und Schriftsteller. Er geht 1834 als Zeichner nach
Griechenland und wird Professor der zeichnenden Künste am
Gymnasium in Athen. Von ihm stammen die Pläne für das
dortige Archäologische Nationalmuseum.
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1838
kehrt er nach Deutschland zurück und heiratet Antonie
Wilhelmine Hoffmann, die Tochter des Darmstädter Politikers
Ernst Emil Hoffmann. 1847 wird Ludwig Lange Professor an der
Bauschule der königlichen Akademie in München.
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Etwa
1862 baut Ludwig Lange für seine Schwägerin, die aus
der Papiermühle stammt, ein „Lusthaus“ oberhalb
der Mühle auf den Kohlbergen. Im Hypothekenbuch von
Nieder-Ramstadt steht: „Gustav Georg Lange, verh. mit
Sophie Elenore, geb. Illig, haben das Haus auf dem Kohlberg neu
erbaut“. Die Mauerreste der Anlage sind noch heute zu
sehen.
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1849
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Der
Gewerbeverein für das Großherzogtum vermeldet in
einer Statistik der Papierfabriken:
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„Wilhelm
Illig, Nieder-Ramstadt , Betriebswasser: Modaubach, 1 Halbzeug-
und 2 Ganzzeugholländer, 1 Maschine, 1 oberschlächtiges,
1 unterschlächtiges Wasserrad. Alle Sorten Hand- und
Maschinenpapiere, vorzugsweise Kupferdruckpapiere,
Tabakspapiere, feine Druck- und Schreibpapiere, Concept-,
Tapeten- und farbige Papiere, ca. 5 Centner täglich.
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Arbeiter:
24, halb männlich, halb weiblich.
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Löhne:
1 fl 30 Kr – 2 fl für Männer/Woche, 1 fl 20 Kr.
- 1 fl 24 Kr für Frauen. Wohnung und Kost frei.“
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Die
Papiermühle in Nieder-Ramstadt ist die modernste im
Großherzogtum.
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1850
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Im
Darmstädter Adreßkalender wird die Papiermühle
im Mühltal als Ausflugsort angepriesen.
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1854
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Das
Gemeindearchiv verzeichnet:
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„Die
Papiermühle des Papierfabrikanten Wilhelm Illig ist noch
die einzige Erbleihe im Dorf. Alle anderen Erbleihgüter
sind bereits in freies Eigentum übergegangen
(Allodification).“
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Dies
kann als Zeichen gewertete werden, daß die Geschäfte
nicht gut gehen, denn Illig kann offenbar die Ablösesumme
nicht zahlen.
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1865
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Illig
läßt eine Hypothek von knapp 70000 fl eintragen, sein
Besitz wird mit 46000 fl angegeben. Damit scheint er sich
übernommen zu haben. Keines seiner Kinder folgt ihm als
Papiermacher nach. Sein ältester Sohn Justus und seine
Tochter Katharina Sophia erbauen unweit das Gasthaus „Zum
Kühlen Grund“ und setzen damit die Tradition der
Zapfwirtschaft fort.
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1867
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Der
letzte aus der Papiermacherfamilie Illig verkauft die
Papiermühle an seine beiden Schwäger.
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Die
Liegenschaft wird im Brandkataster wie folgt beschrieben:
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„Wohnhaus
zweistöckig, Papierfabrik zweistöckig, Maschinenhaus
mit Kamin und Leimhaus 1½stöckig, Scheuer und
Stallung 1½stöckig, Pferde-, Kuh- und Schweinestall
mit Schoppen zweistöckig, Seitenbau mit Wohnung, Wasch-,
Back- und Brennhaus zweistöckig.“
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Die
neuen Besitzer bauen die Mühle weiter aus:
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„Lumpenkocherei
mit Kesselmauerung, Dampfkamin daselbst, Werkstätte mit
Anbau, Kesselhaus am Maschinenhaus, Maschinenbau für
Querschneidmaschine, Halle an der Scheuer nördlich, Halle
an der Scheuer südlich, Abtritte, Kalanderbau mit
Dampfmaschinenpader und Fundamenten.“
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1876
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Alle
Transporte von und zur Mühle müssen mit Pferden
bewältigt werden. Die Besitzergemeinschaft plädiert
für eine Eisenbahnverbindung zum Rheinhafen Gernsheim, so
wie auch die Odenwälder Hartsteinindustrie. Nur die
Teilstrecke Eberstadt – Pfungstadt ist verwirklicht
worden.
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1904
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Die
Papiermühle geht in Konkurs. Der Konkursverwalter läßt
den Wert auf 121560 Mark schätzen, mit den Äckern auf
151227 Mark.
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1905
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In
den „Odenwälder Neuesten Nachrichten“ ist zu
lesen:
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„Im
Konkursverfahren der Illigschen Papierfabrik . . . werden die
nicht bevorrechtigten Gläubiger etwa 25 pct ihrer
Forderungen erhalten, vorausgesetzt, daß es gelingt, die
Immobilien, die einen Wert von 300000 Mark repräsentieren,
in Höhe ihrer 225000 Mark betragenden Belastung zu
veräußern.“
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Julius
Vogtherr kauft die Mühle, sicher nicht zu dem geforderten
Preis.
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1907
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Vogtherr
stellt den Antrag, den Bach aus der Flachsröße
(„Stettbach“) in den obersten seiner beiden Weiher
einleiten zu dürfen. Das Modauwasser war zu schmutzig
geworden für die Papierherstellung.
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Im
Heimatlied der Nieder-Ramstädter von Jean Heppenheimer
heißt es: „ . . .
Vogtherrs Papier steht nur in bestem Rufe . . .“
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1913
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Die
Hessische Feuerwehrzeitung meldet:
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„In
der Illigschen Papierfabrik ist am 12. Okt. durch elektrischen
Kurzschluß ein Brand ausgebrochen, der den Dachstuhl
niederlegte und einen Gesamtschaden von mehreren tausend Mark
verursachte. Der Nieder-Ramstädter Feuerwehr wurde als
Anerkennung für die schnelle und tatkräftige
Bekämpfung des Fabrikbrandes von dem Besitzer, Herrn
Vogtherr, 100 Mark überwiesen.“
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1951
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Die
L. Cordier Wwe KG übernimmt die GmbH-Anteile.
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1972
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Die
Firma wird zur Robert Cordier GmbH, inzwischen zur Illigschen
Papierfabrik.
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1974
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Ein
neuer Großbrand verursacht Schäden in Höhe von 3
bis 4 Mio DM, berichtet das Darmstädter Kreisblatt.
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Das
Unternehmen stellt heute Spezialpapiere, wie lichtdichte
Fotoschutzpapiere, Nadelpapiere, Papier für
Schulheftumschläge usw. her. Auf dem 300jährigen
Standort ist ein handwerklicher Betrieb zu einem modernen
mittelständigen Unternehmen geworden, die älteste
industrielle Betriebstätte in der Region.
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