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Geschichte --> Wandern zu Mühltals Mühlen nach Müllers Lust

Stand: 31.12.2008


























73 Wassermühlen . . .

. . . klapperten einst am Lauf der Modau

Autor:
Karl-Heinrich Schanz

Volker Teutschländer

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Wanderzeiten sind angegeben bei der Beschreibung jedes Wanderabschnitteso



und ihrer Zuflüsse von der Quelle auf der Neunkircher Höhe bis zur Mündung in den Rhein bei Stockstadt. Über 30 dieser ehemaligen Mühlenstandorte berührt ein Wanderweg, der hier durch das mittlere Modautal und seine Seitentäler beschrieben werden soll: 19 auf der Modau, 6 auf der Mordach, 4 auf dem Beerbach und 3 auf dem Waschenbach. „Politisch“ gehörten von ihnen 4 zu Nieder-Beerbach, 1 zu Waschenbach, 5 zu Eberstadt und 1 (später weitere 3) zu Ober-Ramstadt, der „Rest“ zu Nieder-Ramstadt .



Das Wandern sei „des Müllers Lust“. Unsere Beschreibung will ein wenig solche Lust wecken, unseren schönen Teil der Odenwald-Landschaft und seine weithin intakte Natur zu erwandern. Sie soll aber auch heimatkundlich Interessierten Aufschluß geben über Geschichte und ehemals wirtschaftliche Bedeutung des Müller- und Bäckergewerbes für die Menschen im Mühltal, nämlich entlang der Modau und ihren Zuflüssen.

Die hier so zahlreich wie in wenigen anderen Gegenden angesiedelten Mühlenbetriebe nutzten die Kraft des ausreichend verfügbaren Wassers, das hier in den engen Tälern der tief gegliederten Odenwald-Landschaft in günstigem Gefälle zu Tale strömt. Zum Vorteil der Wasserkraftnutzung kam die Gunst der schon damals vergleichsweise günstigen Verkehrslage zu den Märkten in den Städten in der Oberrheinebene, ja bis ins lothringische Metz und ins elsässische Straßburg. Der sich daraus ergebende Wirtschaftszweig mitsamt der Sekundärbetriebe brachte nicht nur den „Bachprinzen“, wie die Mühlen-Unternehmer wegen ihres wirtschaftlichen Erfolges genannt wurden, einen ansehnlichen Wohlstand, sondern einem Gutteil der Menschen in den Tälern rund sieben Jahrhunderte Arbeit und Brot.

Mühltal nennen die Menschen deshalb den mittleren Teil des Modautales. Das Gebiet der seit 1977 bestehenden neuen Gemeinde deckt sich großenteils mit jener Landschaft und trägt deshalb auch deren Namen.

Ob die Müller samt ihrem Personal angesichts ihres schweren Handwerks so rechte Lust und genug Zeit zum Wandern fanden, wissen wir nicht. Wer aber Lust hat, in einer Tageswanderung die Mühlenstandorte von einst abzugehen und sich ein wenig mit der Historie der Mühltaler Mühlen und der Landschaft links und rechts davon zu befassen, dem soll mit diesen Beschreibungen eine Hilfe angeboten werden.

Der Geopark Bergstraße-Odenwald und die Gemeinde Mühltal werden parallel dazu Infomaterial anbieten und entlang der Strecke Infotafeln aufstellen.

Bitte erschrecken Sie nicht: Es muß keine Tageswanderung sein! Es geht auch gemütlicher! „Wandern nach Müllers Lust“ ist in vier Abschnitte aufgeteilt, die in bequemen Nachmittags-Spaziergängen begangen werden können. Den Rückweg kann man auf der gleichen Strecke bewältigen. Wer es aber ein wenig abwechslungsreicher liebt, dem bieten die folgenden Beschreibungen eine Alternative an, zum jeweiligen Ausgangsort zurückzukehren und dabei ein wenig von der nicht unansehnlichen Landschaft im und ums Mühltal zu erleben.



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