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Das
Mühltal ist steinreich
.
. . wenn man's wörtlich nimmt
Für
Menschen im Mühltal boten die vielerorts leicht zugänglichen
Gesteinsvorkommen über Jahrhunderte Brot und Auskommen, wenn
auch in schwerer Arbeit verdient. Zeitweise soll an mehr als 20
Stellen nach Steinen geschürft, gegraben und gehauen worden
sein. Heute bauen noch 2 Großbetriebe Gabbro und Diorit ab,
nämlich die Tagebaubetriebe in Nieder-Beerbach und
Waschenbach (der sich auch in die Gemarkung Frankenhausen
ausgedehnt hat).
Heute sind Steinbrüche eher
Störfaktoren für Menschen in den bevorzugten Wohnlagen
des Mühltals. Das führt zu dem Widerspruch, daß
sowohl eine Betriebs-Erweiterung wie auch eine Rekultivierung
gleichermaßen als als schädigende Eingriffe in Natur
und Landschaft angesehen werden.
Berthold Matthäus
(Nieder-Ramstadt) hat im Auftrag des Vereins für
Heimatgeschichte mit Sitz in Ober-Ramstadt eine umfangreiche
Arbeit veröffentlicht:
„Feldbahnen der
Odenwälder Hartstein-Industrie“,
in der er
wegen des Sinnzusammenhanges ausführlich auf Geschichte und
Entwicklung der Tagebaubetriebe in der Umgebung eingeht. Einer
der drei Abschnitte befaßt sich mit dem inzwischen
stillgelegten Steinbruch auf dem Wingertsberg in Nieder-Ramstadt.
Darin vermittelt Matthäus einen Blick in einen Abschnitt
Technikgeschichte, der noch gar nicht so lange zurückliegt,
zugleich einen Rückblick in einen Ausschnitt aus dem
Wirtschafts- und Arbeitsleben im Mühltal.
Das Buch
ist vergriffen. Der Verfasser hat jedoch einem großzügigen
Abdruck von Ausschnitten daraus auf dieser Website zugestimmt,
soweit sie die Geschichte des Wingertsberg-Tagebaues
beschreiben.
Klicken Sie ins Titelblatt der Broschüre:

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Text:
Volker Teutschländer
Quelle: Berthold
Matthäus

Zu
dem Auszug aus „Feldbahnen der Odenwälder
Hartsteinindustrie“ von Berthold Matthäus:

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