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Geschichte > Nieder-Ramstadt |
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Text: |
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Johann Konrad Dippel |
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Geboren am 10. Aug. 1673 in Nieder-Beerbach (Burg Frankenstein), gestorben am 24. April 1734 auf Schloß Wittgenstein. |
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Johann Conrad Dippel alias Christianus Democritus, berühmter Theologe, Arzt und Alchemist aus dem Mühltal: Der weltberühmte Dr. Dippelius, zu seiner Zeit bekannt und gefürchtet, verbrachte Kindheit und Jugend im elterlichen Pfarrhaus in Nieder-Ramstadt, kehrte auch später wiederholt dorthin zurück. Er kaufte später ein Landgut „in der Nähe einer Glashütte in seiner Heimatgemeinde“, evtl. in der Nieder-Ramstädter Mordach – nicht den Traisaer Dippelshof, wie häufig verwechselt wird. Der Dippelshof trägt seinen Namen nach Konrads Bruder Johann Albert. |
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Dippel gehörte „im Zeitalter des Pietismus zu den führenden Geistern ganz Deutschlands und hat für die Aufklärung bahnbrechender gewirkt hat als irgend einer seiner hessischen Zeitgenossen“ (Prälat Diehl). |
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Mehr über Dippel in der Arbeit von Otto Weber: |
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Johann
Georg Helfrich
Die
Gemeinde hat dem Stifter entsprechend ihrer testamentarischen
Verpflichtung ein ehrendes Grabdenkmal errichtet, das weiterhin
erhalten wird. Helfrichs letzte Ruhestätte war noch auf dem
Kirchhof, obwohl der neue Gemeindefriedhof bereits eröffnet
war. Dorthin wurde sein stattliches Grabmal versetzt. Im Sockel
des markanten Grabmales ist eingemeißelt: „Einem
Wohltäter der Kinder Nieder-Ramstadts in dankbarer
Erinnerung.“ |
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Georg
Wendel Kilian
Die
Erbschaft betrug nach Abzug einiger Legate sowie der Auflage, für
10000 Mark ein Denkmal für die Teilnehmer des Krieges
1870/71 zu errichten, 300.000 Mark. Allerdings prozessierten
entfernte Verwandte, die nach dem Testament leer ausgegangen
waren, gegen die Gemeinde und erreichten einen Vergleich, durch
den sie einen gewissen Anteil an der Erbschaft erhielten. Nach
Abzug von Legaten – u.a. 10.000 Mark zur Errichtung eines
Kriegerdenkmals hier, 5.000 Mark für die Armen –
beträgt die Erbschaft noch 180.000 Mark.“ |
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Wilhelm Friedrich I. |
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Geboren am 12.
September 1801, gestorben am 4. November 1868. |
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Moritz Friedrich Illig |
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Text: Gerd Schmitt |
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Geboren am 30. Oktober 1777 in Erbach als Sohn des Papiermüllers Johannes Illig (geb. 30. Okt. 1748 in Nieder-Ramstadt) gestorben am 26. Juli 1845 in Darmstadt. |
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Der berühmte Uhrmacher entstammt der ebenso berühmten Papiermachersippe Illig, die über mehrere Generationen die Papiermühle Nieder-Ramstadt betrieben und auch den Gasthof im Kühlen Grund errichtet hat. |
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Eine für den erfolgreichen Uhrmacher Moritz Illig „branchenfremde“ Erfindung revolutionierte die Papierherstellung mittels Harz- oder Massenleimung im Jahre 1806. Sie unterstützte die rationelle Schöpfmethode bei der Papierherstellung dadurch, daß nicht mehr die Oberfläche des bereits geschöpften Papieres geleimt wird, sondern daß das Leimmittel bereits der Fasersuspension beigegeben wird. Zwei Arbeitsgänge werden zu einem verschmolzen und dadurch rationalisiert. |
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1743 übernimmt Johann Heinrich Illig die Papiermühle, der erste aus der Illig-Sippe. 1813 folgt ihm Enkel Johann Christian Illig, Der Erfinder Moritz Friedrich Illig aus Erbach verwandelt als Geschäftsführer die Papiermühle in eine moderne Papierfabrik – den ersten industriellen Fertigungsbetrieb in Starkenburg. |
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Moritz Friedrich Illigs Schwester hatte 1835 Gustav Georg Lange geheiratet, den Bruder des berühmten Architekten und Künstlers Ludwig Lange, eines Schülers von Georg Moller. Ludwig Lange baut die 1846 niedergebrannten Hauptgebäude der Papiermühle im Stil des Historismus gotisierend mit zinnenbekrönten Erkervorbauten und steilen Giebeln versehen und von einem spitzen Dachreiter bekrönt auf. |
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Etwa 1862 baut Ludwig Lange für seine Schwägerin, die aus der Papiermühle stammt, ein „Lusthaus“ oberhalb der Mühle auf den Kohlbergen. Im Hypothekenbuch von Nieder-Ramstadt steht: „Gustav Georg Lange, verh. mit Sophie Eleonore, geb. Illig, haben das Haus auf dem Kohlberg neu erbaut“. Die Mauerreste der Anlage sind noch heute zu sehen. |
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1843 tritt Wilhelm Wendel Illig das Erbe an. Er selbst hat keine Erben als Papiermacher. Sohn Justus und Tochter Sophia Katharina erbauen in der Nähe den Gasthof Zum Kühlen Grund – die Papiermühle wird 1867 verkauft, und auch im Gasthof geht die Dynastie der Illigs 2006 zu Ende. |
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Moritz Illig hat von seiner Erfindung der Leimung in der Masse keine Reichtümer erwerben können. Er starb verarmt und verbittert. Bis 1970 wurde nach dem Illig-Verfahren gearbeitet. Danach wurde es von der synthetischen Leimung abgelöst |
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In Darmstadt, wo er sich später als Uhrmacher niedergelassen und sich Verdienste um die Wiederherstellung des Glockenspieles im Schloß Verdienste erworben hat, ist eine Straße nach Moritz Friedrich Illig benannt. Der Verein Deutscher Papierfabrikanten ließ 1914 auf seinem Grab auf dem Darmstädter Friedhof einen Gedenkstein setzen (Foto rechts). |
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„In
Würdigung der Verdienste der Familie Illig, besonders des
Moritz Friedrich Ill, der als Gutenberg der Papiermacher durch
seine Erfindung, das Papier in der Masse zu leimen, bekannt ist,
wurde die Firmenbezeichnung Illigsche Papierfabrik beibehalten“,
heißt es in einer Urkunde, als die Nachkommen des
Eigentümers Vogtherr die Firma an die Papierfabrik Cordier
1951 verkauften. Er
war seit 1907 verheiratet mit Dora Nodnagel (1881–1972),
der Ehe entstammten vier Kinder. Aus: http://de.wikipedia.org/wiki/Otfried_Praetorius |
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Dr.
Hartmut Wierscher, Regierungspräsident i.R. |
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Weitere Persönlichkeiten: |
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