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Geschichte Waschenbach → Personen

Stand: 12.10.2012

 

 

 


 

Philipp Schneider II (1879 – 1949),


Landwirt und Gastwirt, war Besitzer des Anwesens Ortsstraße 15 (heute Gaststätte „Waschenbacher Hof“).

Das Anwesen war Teil des ehemaligen Hofguts. Bei dessen Teilung 1782 erwarb es zunächst Johann Philipp Langendorff, bevor es um 1812 an die Hände von Johann Georg Schneider kam. Dieser und sein Sohn Johann Georg Schneider I waren ab 1821 für fast sieben Jahrzehnte die Beigeordneten der Gemeinde. In der Zeit, als die Bürgermeister aus Nieder-Ramstadt kamen, führten sie somit die gemeindlichen Geschäfte. Christoph Schneider, der Sohn von Johann Georg I, war der Besitzer des gleichnamigen Gasthauses, bevor etwa 1914 sein Sohn Philipp II dessen Gastwirt wurde.

Kaum ein Waschenbacher seiner Zeit war im Ort so präsent wie Philipp II, nach seiner Mutter Ottilie auch „Odilsphilipp“ genannt. In jedem der Anfang des 20. Jahrhunderts existierenden Vereine spielte er eine meist führende Rolle.

Bei der Freiwilligen Feuerwehr war er Kommandant von 1905 bis 1919. Er zählte zu den Gründern des Turnvereins 1911, war sein erster Turnwart und gehörte als Beisitzer dem Vorstand an. Beim 25jährigen Jubiläum des Gesangvereins Sängerlust Waschenbach im Jahr 1912 war er als Tenor Mitglied des Chors. 1925 wurde der Kohlen- und Sparverein mit ihm als 2. Vorsitzenden gegründet.

Ab 1919 hatte Waschenbach einen eigenen Bürgermeister. In der kommunalpolitischen Tradition seines Opas und Uropas übernahm Philipp II als erster Ortsbürger dieses Amt, das er bis 1925 begleitete.

 























Verfasser:
Dr. Heinz Schuchmann





Alle Fotos
aus der Sammlung von
Dr. Heinz Schuchmann



Philipp Schneider II
mit Ehefrau Elisabeth, geb. Römer, sowie den Kindern (von links) Philipp Christoph, Elisabeth, Margarethe und Heinrich.
Vorn Enkeltochter Elfriede.