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Wendel
Thomas (1895
– 1971)
Steinbrechen
und der Name Thomas haben für die Waschenbacher Bürger
über hundert Jahre lang die gleiche Bedeutung. 1897 hat Adam
Thomas aus Frankenhausen die erste Betriebsgenehmigung im Ort
bekommen.
Wendel
Thomas war der Sohn des Gründers. Am 1.Januar 1936 trat er
in den Betrieb ein. Vorher war er bei der Firma Wacker & Dörr
(Nieder-Ramstadt) zum Mechaniker ausgebildet worden. Er hat
seinen Meisterbrief gemacht und einige Jahre Berufserfahrung in
fremden Firmen gesammelt. Im 1. Weltkrieg war er Soldat.
Im
Ort wurde er zunächst wegen seiner hervorragenden
turnerischen Fähigkeiten bekannt. Sein Rüstzeug dazu
hatte er u.a. an der Deutschen Turnschule in Berlin erworben. In
seinem Heimatort Frankenhausen ist die von ihm gegründete
„Thomasriege“ noch heute ein Begriff. Auch der
Turnverein 1911 Waschenbach machte sich sein Können zunutze.
In den Jahren 1934 und 1935 war er sein Oberturnwart. 1951
profitierte der Turnverein von Wendel Thomas durch dessen
großzügige Abfindung für eine Waldhütte
neben dem Steinbruchgelände.
Im
2. Weltkrieg wurde Wendel Thomas bei der Organisation Todt
zwangsverpflichtet. Mit einem Teil der Produktionsmittel war er
in Osteuropa eingesetzt worden. Erst 1945 konnte der Betrieb in
Waschenbach wieder aufgenommen werden. Bis 1955 führte
Wendel Thomas die Geschäfte alleine. Dann traten seine Söhne
Ludwig und Friedrich in die Firma ein.
Wendel
Thomas hatte immer ein Herz für die Waschenbacher. Vielen
bot der Steinbruch einen Arbeitsplatz. Wenn es um Steine, Sand
und Aushub einer Baugrube ging, war für manchen Häuslebauer
der „Bruch“ eine preiswerte Adresse.
Wendel
Thomas hat bis zu seinem Tod am 11. Mai 1971 Anteil an seinem
Steinbruch genommen.
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Autor: Dr.
Heinz Schuchmann


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Fotos aus der Sammlung von Dr. Heinz Schuchmann

Wendel
Thomas als Firmenchef

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. . und als Seniorchef
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