Startseite

Frankenstein Freizeit Gemeinschaft Geografie Geschichte Mühlen Sehenswert

 

 

 

Inhalt

Geschichte > Waschenbach

Stand: 12. Okt 2012

 

 

 


 

Wendel Thomas (1895 – 1971)


Steinbrechen und der Name Thomas haben für die Waschenbacher Bürger über hundert Jahre lang die gleiche Bedeutung. 1897 hat Adam Thomas aus Frankenhausen die erste Betriebsgenehmigung im Ort bekommen.

Wendel Thomas war der Sohn des Gründers. Am 1.Januar 1936 trat er in den Betrieb ein. Vorher war er bei der Firma Wacker & Dörr (Nieder-Ramstadt) zum Mechaniker ausgebildet worden. Er hat seinen Meisterbrief gemacht und einige Jahre Berufserfahrung in fremden Firmen gesammelt. Im 1. Weltkrieg war er Soldat.

Im Ort wurde er zunächst wegen seiner hervorragenden turnerischen Fähigkeiten bekannt. Sein Rüstzeug dazu hatte er u.a. an der Deutschen Turnschule in Berlin erworben. In seinem Heimatort Frankenhausen ist die von ihm gegründete „Thomasriege“ noch heute ein Begriff. Auch der Turnverein 1911 Waschenbach machte sich sein Können zunutze. In den Jahren 1934 und 1935 war er sein Oberturnwart. 1951 profitierte der Turnverein von Wendel Thomas durch dessen großzügige Abfindung für eine Waldhütte neben dem Steinbruchgelände.

Im 2. Weltkrieg wurde Wendel Thomas bei der Organisation Todt zwangsverpflichtet. Mit einem Teil der Produktionsmittel war er in Osteuropa eingesetzt worden. Erst 1945 konnte der Betrieb in Waschenbach wieder aufgenommen werden. Bis 1955 führte Wendel Thomas die Geschäfte alleine. Dann traten seine Söhne Ludwig und Friedrich in die Firma ein.

Wendel Thomas hatte immer ein Herz für die Waschenbacher. Vielen bot der Steinbruch einen Arbeitsplatz. Wenn es um Steine, Sand und Aushub einer Baugrube ging, war für manchen Häuslebauer der „Bruch“ eine preiswerte Adresse.

Wendel Thomas hat bis zu seinem Tod am 11. Mai 1971 Anteil an seinem Steinbruch genommen.

 

Verfasser:
Dr. Heinz Schuchmann




Alle Fotos
aus der Sammlung von
Dr. Heinz Schuchmann



Wendel Thomas als Firmenchef



. . . und als Seniorchef