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Geschichte > Waschenbach > frühe Vereine |
Stand:
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Krieger-
und Veteranenverein Nieder-Ramstadt─Waschenbach
Darmstadt,
am 23% October 1866
In
einem weiteren Brief vom 23. November 1866 wurde Hilfe zur
Vereinsführung angeboten. Am 1. Januar 1867 wird dem
Bürgermeister mitgeteilt, dass dem Rechner des Vereins 20
Gulden und 59 Kreuzer übermittelt wurden. Der Zweck war
unklar. Gleichzeitig wurde „Anerkennung
für den Erfolg Ihrer Bemühung in dieser Angelegenheit“
ausgesprochen. Es konnte sich nur um die erfolgreiche
Vereinsgründung gehandelt haben. Das Datum 1867 steht
allerdings im Widerspruch zu der bisherigen Annahme, dass der
Verein 1873 gegründet worden sei?! „26 Stück Fichten …. Zur Schmückung des Orts bei der Fahnenweihe des Krieger u Veteranenvereins“.
Praktisch
in gleicher Zeile wird vermerkt: „Musiker Fischer
Ober-Ramstadt 30,- Mark“, der also vermutlich zur Gestaltung
des Festes beigetragen hat. In den folgenden Jahren stand der
Verein unter ständiger Kontrolle des Großherzoglichen
Kreisamts. Immer wollte dieses informiert werden. Vertraulicher Brief an die Bürgermeister des Kreises Der weitere Text lautet (fett die Antworten):
Sie
wollen uns über die in Ihrer Gemeinde bestehenden Krieger-
und Militärvereine berichten.
Die
Fragen 3. und 7. zielten eindeutig auf politische Informationen!
Bei der Antwort 6. handelt es sich um die „Hessische
Kriegskameradschaft Hassia Darmstadt“, einer der
Landesverbände der militärischen Vereine im
Großherzogtum. Aus dem Jahr 1900 existiert glücklicherweise
eine Mitgliederliste des Krieger- und Veteranenvereins, die
Aufschluss gibt über die Menschen im Verein.
1.
Zeh Ludwig II. erster Präsident Auch „Beiräthe“ zählten dazu:
5.
Spengler Peter III Neben diesem Vorstand waren noch 43 Mitglieder aufgeführt, von denen (nur) zwei aus Waschenbach kamen. Diese Beiden waren:
Justus
Keller
Es
lässt sich nicht mehr nachvollziehen, welche Motive diese
beiden Ortsbürger Mitglieder des Krieger- und
Veteranenvereins werden ließen. „In der Gaststätte und Metzgerei Knapp stand der alte Vereinsschrank. Er enthielt u.a. sechs Gewehre, Pokale, die Fahne, … Mit den Gewehren wurde Salut geschossen, z.B. bei Beerdigungen“. Am Ende des 2. Weltkriegs haben die Amerikaner den Schrank ausgeräumt. Die Fahne wurde am Kühlen Grund von einem Motorradfahrer gefunden und zur Familie Block gebracht. Hermann Block versuchte jahrelang, die Fahne in die Obhut der Gemeinde zu geben. Erst mit der Bürgermeisterin Dr. Mannes hat dies innerhalb von vier Wochen geklappt. |
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